Mittwoch, 24. September 2008

Ich will ja nicht viel...

Zum Frühstück im Hotel brauche ich diesen ganzen Schnickschnack mit Würstchen, Tomate mit Mozarella oder 87 verschiedene Müslisorten nicht. Was ich brauche: 1 Brötchen, Butter, 1 gekochtes Ei, zwei Tassen Kaffee und ein Glas Orangensaft.
Ergebnis: kein Ei- weder gekocht noch gerührt-, keine Gläser neben der O-Saftkaraffe und der Kaffee kam, nachdem ich fertig war. Da fängt der Tag doch direkt richtig gut an...

Freitag, 12. September 2008

Olé Olé

Richtig doof finde ich es, wenn ein kleiner, hässlicher, übergewichtiger, verpickelter Security auf dem Aachener Tivoli einen Vater auffordert, seinen 4jährigen Sohn von der der Armlehne runterzunehmen, obwohl der Kleine dort sicher sitzt und niemanden stört. Stattdessen soll der Knirps sich in den Mittelgang stellen.
So richtig doof finde ich dann aber, wenn ein noch kleinerer, hässlicherer, dickerer Security ankommt und den Vater bittet, seinen Sohn aus dem Mittelganz zu entfernen. Der Kleine hat vom Spiel also nur Oberschenkel aus der Reihe vor ihm gesehen. Bei so einem bescheidenen Spiel war das aber mit Sicherheit die bessere Alternative...

Mittwoch, 3. September 2008

Duty-Free-Geschichten

Merke: Nach zwei Stunden Schlaf ist der Münchener Flughafen kein guter Aufenthaltsort. Man ist einfach zu geschwächt, um den Duty-Free-Shop links liegen zu lassen. Und als Entschädigung für die kurze Nacht muss es dann die GUESS-Tasche sein. Aber eigentlich ist meine Kindheit schuld. Wer schon mit dem Leitsatz: "Es gibt Sachen, die kann man haben und es gibt Sachen, die muss man haben" aufwächst, der kann doch im Leben keine Disziplin entwickeln. Ich werde meiner Mutter die Tasche in Rechnung stellen.

Mittwoch, 20. August 2008

Nastrovje!

Ich war auf einer russischen Hochzeit in Werne. Glücklicherweise musste ich dort nur drehen, so dass ich mich nicht den ganzen Abend im Saal aufhalten musste. Das war nämlich aus mehreren Gründen nicht zu ertragen:
1. Die Musik: russische Musik ist eine Mischung aus türkischem Geleiere und griechischem Sirtaki. Nach fünf Minuten dachte ich, ich muss gegen eine Wand laufen.
2. Die Lichtverhältnisse: Die Hochzeitsfeier begann um halb 3 nachmittags. Um den Feierwütigen Russen allerdings vorzugaukeln, dass es schon spät genug ist, um eimerweise Wodka zu trinken, wurden die schönen großen Panoramascheiben mit lichtundurchlässigen Stoffen verhangen und der restliche Saal in romantisches, aber sehr spärliches Kerzenlicht getaucht. Um 17 Uhr hatte ich das dringende Bedürfnis, ins Bett zu gehen, obwohl ich keinen Tropfen getrunken hatte.
3. Die Moderatorin: Eine Dame führte die Gesellschaft mit Spielchen und Gesinge durch den Abend. Erst war sie als Zigeunerin verkleidet, was ich schon relativ befremdlich fand. Dann hatte sie irgendwann einen Hauch von nichts an, um um 20 Uhr schließlich als Krankenschwester das Stetoskop zu schwingen. Das wiederum hat meinen Kameramann veranlasst, in die Hände zu klatschen und zu rufen: "Jetzt strippt sie endlich!" Hat sie aber dann doch nicht gemacht.
Erstaunlicherweise gab es einen Tisch, der schon nach einer Stunde völlig hackestramm war und auch von 100 feierwütigen Russen alkoholtechnisch nicht überboten werden konnte: Der Tisch der Arbeitskollegen. Die haben nämlich von dem ganzen russischen Geschwätz kein Wort verstanden und sich dann auch ihre eigene Muttersprache weggesoffen. Am Ende waren alle glücklich. Die viergeschossige Hochzeitstorte hat den Weg in den Saal schadlos überstanden, das Brautpaar hat sich zu später Stunde auch noch mal ein Lächeln abgerungen und ich habe Werne mit kitschig-schönen Bildern verlassen...

Dienstag, 8. Juli 2008

Hagen - Teil 2

Es wird immer mysteriöser. Hagen hat zwar Seitenstraßen, aber die sind nur sehr wenig bevölkert. Es ist tatsächlich passiert, dass sich uns ein LKW in den Weg gestellt hat mit der Begründung, er müsse ein Geschäft beliefern. Also, das hat der Fahrer gesagt, nicht der LKW. So mysteriös war es dann doch nicht. Aber diese Szene hat mich wieder sehr an die "Truman Show" erinnert. Wahrscheinlich wäre direkt hinter dem LKW die große Leinwand mit der Tür erschienen. Auf dem Weg zuhause rief mich dann mein CvD an und teilte mir mit, dass ein Mann, den wir wohl gefilmt hatten, das nicht wollte. Eine Verkäuferin habe ihm erst als wir weg waren gesagt, dass ihn ein Kamerateam gefilmt habe und das ginge ohne sein Einverständnis ja nun mal gar nicht. Nur zur Erklärung: wir standen maximal zwei Meter von dem Mann entfert, ihm wurde eine Kamera ins Gesicht gehalten, eine Tonangel mit Puschel unters Kinn, aber er hat natürlich nicht gemerkt, dass außer den Politessen noch jemand da war... Und es ist ja auch nicht so, dass ich ihn nicht nachher nach seiner Zustimmung gefragt hätte, der er mir im Übrigen auch gegeben hat... Da muss ich wohl heute morgen wieder mal daneben gegriffen und meine Tarnjacke angezogen haben. So ein Mist aber auch. Oder habe ich das alles nur geträumt und ich war gar nicht in Hagen? Naja, morgen beim Sichten des Rohmaterials werden sich wohl einige Rätsel lösen lassen.

Montag, 7. Juli 2008

Hagen- Weltstadt mit Herz

Ich habe heute in Hagen gedreht. Muss ich morgen wieder. Glücklicherweise gab es diesmal kein Hotel, so dass ich dieser Stadt zumindest für heute abend wieder den Rücken kehren konnte. B. hat mir gestern noch gesagt: "Hagen ist die hässlichste Stadt, die du je gesehen hast." Mit diesen Erwartungen bin ich dann auch hingefahren. Die Stadt an sich ist gar nicht so schlimm. Dafür aber die Menschen. Die Stadt ist aber aus folgendem Grund total kurios: Auf den ersten Blick wirkt sie unglaublich riesig. Eine endlose, breite Fußgängerzone mit immer neuen Querstraßen, irrsinnig viele Geschäfte, viele Menschen... Aber nach vier Stunden haben wir immer wieder die selben Menschen getroffen, die entweder uns oder die Politesse und den Politonen (männliche Politesse, Anm. d. Red.) gegrüßt haben. Ich vermute ja, dass Hagen so ähnlich wie die "Truman Show" funktioniert. Wahrscheinlich gibt es nur diese eine Fußgängerzone und die Menschen warten in den Seitenstraßen auf ihr Stichwort. Mal sehen, vielleicht überrede ich die Ordnungsbeamten morgen mal zu einer anderen Route. Hoffentlich fällt mir dabei kein Scheinwerfer auf den Kopf.

Dienstag, 1. Juli 2008

Weise Worte

"Das Tor von den Spaniern hat uns das Genick gebrochen."
So die weisen Worte des Christoph Metzelder nach dem verlorenen EM-Finale. Ich Dummerchen dachte ja die ganze Zeit, dass eigentlich der Bart von Herrn Metzelder Schuld an dem Desaster gewesen sei. Dieser sonst sehr attraktive Mann hat sich im Laufe der EM immer mehr zu einem Waldschrat entwickelt und in gleichem Maße das Fußballspielen verlernt. Der konnte sich doch vor lauter "Ich lass mir jetzt total crazy nen Bart wachsen und rasier mich nicht mehr, bis wir Europameister werden" gar nicht mehr auf das Spiel konzentrieren. Ich mein, eigentlich ist es ja schrecklich nett von dem, dass er sich rein optisch auf das Niveau der anderen Spieler herunter gelassen hat. Ich weiß auch, warum Jogi Herrn Odonkor nicht mehr auf den Platz geschickt hat. Das hatte rein gar nichts damit zu tun, dass der es bei seiner ersten Einwechselung gegen Kroatien einfach völlig verkackt hat. Nein, das hatte rein optische Gründe. Entweder sieht eine Mannschaft richtig gut aus (z.B. Schweden, Portugal) oder einfach richtig scheiße. Nur eine Mannschaft hat die Deutschen in Punkto Spielerattraktivität noch unterboten und das waren die Kroaten. Die waren doch alle aus der Geister-Rikscha im Phantasialand ausgebrochen.